Der Verein

Zinduka ist Kiswahili und bedeutet Hoffnungsschimmer. Unser Ziel ist es, jungen Frauen und Mädchen in Kenia, die von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM), Kinderheirat und Jugendschwangerschaften bedroht sind, einen Hoffnungsschimmer zu geben.

Wir, das Zinduka-Team, haben das Ziel, vor allem Frauen durch Bildung und Aufklärung zu unterstützen. Es geht in einigen Fällen auch darum einen Schutzraum zu bieten. Zusätzlich stärken wir die lokale Gemeinschaft durch: Erste-Hilfe- Trainings, Programme zur Stärkung des Selbstbewusstseins, Sensibilisierung von Männern für Themen wie FGM, und vieles mehr.

Zinduka e.V. wurde 2016 als gemeinnütziger Verein in Marburg an der Lahn, Deutschland, eingetragen. Die Gemeinnützigkeit besteht nach den §§51 ff. AO. Der gemeinnützige Verein besitzt die Nummer 5323 im Vereinsregister Marburg und die Steuernummer: 3125056899.

Unser Team in Deutschland

Unser Team in Deutschland unterstützt Zinduka Kenia aus der Ferne. Unsere Aufgabe besteht darin, Spenden zu sammeln, die direkt in die Projekte in Kenia einfließen. Außerdem sensibilisieren wir Menschen in Deutschland für das Thema “Weibliche Genitalverstümmelung”.

Lena Paul Mitglied Zinduka e.V.

Lena Paul

Fundraising

Mitglied seit:
Januar 2021

Aufgaben: Fundraising Zinduka e.V., Social Media und Website Gestaltung

Das freut mich: Mit Freunden über Kontinente hinweg zusammen zu arbeiten. 

Das macht mich traurig: Über die vielen Ungleichheiten auf der Welt nachzudenken.

Meine Vision für Zinduka: Mädchen helfen mehr Chancen und Perspektiven zu haben.

Anna Mitglied Zinduka e.V.

Anna Hares

Fundraising

coming soon…

Mitglied seit:

Aufgaben: Fundraising Zinduka e.V.

Das freut mich: 

Das macht mich traurig: 

Meine Vision für Zinduka: 

Ines Mitglied Zinduka e.V.

Ines Bühler

Fundraising

coming soon…

Mitglied seit:

Aufgaben: Fundraising Zinduka e.V.

Das freut mich: 

Das macht mich traurig: 

Meine Vision für Zinduka: 

Zinduka-Logo

Roland Freitag

Fundraising

coming soon…

Mitglied seit:

Aufgaben: Fundraising Zinduka e.V.

Das freut mich: 

Das macht mich traurig: 

Meine Vision für Zinduka: 

Simona Mitglied Zinduka e.V.

Simona Koch

Fundraising

coming soon…

Mitglied seit:

Aufgaben: Fundraising Zinduka e.V.

Das freut mich: 

Das macht mich traurig: 

Meine Vision für Zinduka: 

Zinduka-Logo

... Du?

Mach mit!

Wir sind durchgehend auf der Suche nach motivierten Menschen, die Lust haben mit uns zusammen die Ziele von Zinduka zu erreichen. 

Mehr Infos findest Du hier. 

Unser Team in Kenia

Unser Team von Zinduka Kenia arbeitet vor Ort und setzt die Projekte direkt um. Wir profitieren vom engen Kontakt und Austausch untereinander und mit der Community in Kuria East. Dadurch können wir unsere Projekte gezielt an die Bedürfnisse der Community anpassen. 

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Antonia Waskowiak

Projektgründerin

Mitglied seit:
Gründung in 2016

Aufgaben: Gründerin von Zinduka, Fundraising, Projektleitung, Verbindung Deutschland und Kenia.

Das freut mich: wenn ich vor Ort bin und sehe welchen Effekt unsere Arbeit hat. Jedes einzelne Lächeln und “Danke” eines Gemeindemitgliedes erfüllt mein Herz.

Das macht mich traurig: wenn ich Anzeichen von Gewalt sehe und die Fälle, bei denen es zu spät ist, etwas zu tun.

Meine Vision für Zinduka: Ich sehe wie Zinduka auf eigenen Füßen steht, immer weiter wächst und sich in viele verschiedene Kommunen in Kenia ausdehnt.

Cess wangui Zinduka Team Kenya

Cecilia Wangui

Verantwortliche für Programme

Mitglied seit:
Februar 2019

Aufgaben: Direktorin für Programme und Organisationsabläufe bei Zinduka. 

Das freut mich: wenn Frauen und Männer ihr volles Potential ausschöpfen können.

Das macht mich traurig: wenn Frauen und Mädchen in irgendeiner Form untergraben oder übergangen werden.

Meine Vision für Zinduka: Unser Leitspruch: Education against mutilation. 

Tobias Maroa Member Zinduka Kenya

Tobias Maroa

Finanzwart

Mitglied seit:
Februar 2019

Aufgaben: Finanzwart und alles was mir zugewiesen wird.

Das freut mich: Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern.

Das macht mich traurig: wenn ein Mädchen, Kind, das Opfer schwerer Zeiten der Gemeinschaft wird.

Meine Vision für Zinduka: Die negative Einstellung der Gemeindemitglieder gegenüber Frauen und Mädchen zu verändern, damit wir eine Gemeinschaft haben, in der Mädchen das Recht haben ihre Zukunft selbst zu bestimmen.

Rose Lameck Member Zinduka Kenya

Rose Lameck

Volunteer

Mitglied seit:
April 2019

Aufgaben: Inhaberin einer Hühnerfarm, Volunteer im Bereich Handarbeit.

Das freut mich: Junge Mädchen zu sehen, die sich auf Bildung statt auf negative kulturelle Praktiken konzentrieren.

Das macht mich traurig: Junge Mädchen zu sehen, die so früh und ohne Bildung in die Ehe gehen.

Meine Vision für Zinduka: die Gemeinde über FGM aufzuklären und den Menschen, besonders den Frauen, beizubringen, wie sie sich wirtschaftlich selbst versorgen und unabhängig sein können.

Tuguro Dronny Elijah - Zinduka Kenya

Tuguro Dronny Elijah

Volunteer

Mitglied seit:
Dezember 2016

Aufgaben: Facilitator

Das freut mich: für die Gemeinschaft arbeiten zu können.

Das macht mich traurig: wenn ich die mir zugewiesenen Aufgaben nicht erfüllen kann.

Meine Vision für Zinduka: Zinduka bei der Förderung der Aufklärung gegen Verstümmelung zu helfen.

Zinduka-Logo

... Du?

Mach mit!

Wir sind durchgehend auf der Suche nach motivierten Menschen, die Lust haben mit uns zusammen die Ziele von Zinduka zu erreichen. 

Mehr Infos findest Du hier. 

Unser Standort in Kenia

Die weibliche Genitalverstümmelung (FGM)

Für die meisten Menschen in Europa ist die weibliche Genitalverstümmelung (engl: Female Genital Mutilation, kurz: FGM) eine veraltete und weit entfernte Art der Tradition, bei der Teile der weiblichen Geschlechtsorgane entfernt werden. Sie wurde früher auf grausame Art und Weise regelmäßig praktiziert und ist inzwischen in den meisten Ländern längst verboten. 

Das ist auch richtig so, zumindest in der Theorie! In der Praxis sieht das jedoch anders aus, noch heute wird FGM hauptsächlich im westlichen und nordöstlichen Afrika, sowie in Jemen, Irak, Malaysia, Indonesien und anderen Ländern praktiziert. Aber auch in Ländern in denen dieses Ritual mittlerweile verboten ist wird FGM noch praktiziert.

Formen von FGM

Anatomy FGM

FGM wird in unterschiedlichen Weisen praktiziert. Je nach Tradition des Ortes oder Stammes wird zwischen folgenden Formen der Beschneidung unterschieden:

Typ I: teilweise oder vollständige Entfernung des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris (Klitoridektomie) und/oder der Klitorisvorhaut (Klitorisvorhautreduktion)

Typ II: teilweise oder vollständige Entfernung des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris und der inneren Schamlippen mit oder ohne Beschneidung der äußeren Schamlippen (Exzision)

Typ III (auch Infibulation): Verengung der Vaginalöffnung mit Bildung eines deckenden Verschlusses, indem die inneren und/oder die äußeren Schamlippen aufgeschnitten und zusammengefügt werden, mit oder ohne Entfernung des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris

Typ IV: In dieser Kategorie werden alle Praktiken erfasst, die sich nicht einer der anderen drei Kategorien zuordnen lassen. Die WHO nennt beispielhaft das Einstechen, Durchbohren (Piercing), Einschneiden (Introzision), Abschaben sowie die Kauterisation von Genitalgewebe, das Ausbrennen der Klitoris oder das Einführen ätzender Substanzen in die Vagina.

Folgen von FGM

Nicht zu verachten sind die Folgen dieses Rituales, nur wenige dieser haben wir hier aufgelistet:

Psychische Traumata: Sicherlich wird keine Frau den Schmerz vergessen, denn FGM wird meist ohne jegliche Betäubung praktiziert. Nicht zu vergessen ist die Scham und die Beleidigungen die durch die Beschneiderin erfolgen. Die Frauen werden dabei oft festgehalten und nicht selten geschieht eine Beschneidung gegen den Willen. 

Lebensbedrohliche Infektionen (auch HIV!): durch unhygienische Bedingungen mittels ungewaschener Rasierklingen oder Glasscherben, mit denen der Schnitt vollzogen wird. Oft wird die Wunde danach nicht versorgt oder sogar mit traditionellen Praktiken wie Asche verunreinigt.

Tod: Nicht selten sterben die Mädchen an den Folgen. Es besteht vor Allem Verblutungsgefahr, da die Wunde nicht vernäht wird. Der Körper wird dann in den Wald als Tierfraß geworfen.

Komplikationen bei Geburten: Je nach Typ entstehen tiefe Vernarbungen und fehlende Teile der Vagina, die zu schweren Komplikationen bei Geburten führen können. 

Verlust eines Organs:  Nach der Entfernung ist für die Frauen keine sexuelle Erregung mehr möglich, zudem können sie extreme Schmerzen beim Geschlechtsverkehr erleiden.

Harnwegsinfektionen, Inkontinenz: Durch schwere Verletzungen kann es ebenso zu schwerwiegenden Folgen des gesamten Urogenitalbereiches kommen.

Gründe der Kuria für FGM

Trotz der Folgen für die Mädchen werden in Kuria, Kenia die Mädchen weiterhin beschnitten, dafür haben die Kuria ihre eigenen Gründe:

Erwachsenwerden: durch die Genitalverstümmelung werden die Mädchen zur Frau und bekommen Anerkennung. Gerade in der Pubertät scheint dies den Mädchen wichtig zu sein.

Mut beweisen: Wer beschnitten ist gilt schon als mutig, doch wer während der Prozedur nur mit den Augen zuckt oder sogar zu schreien oder weinen beginnt, gilt als schwach und wird verpönt. 

Vollwertiges Mitglied der Gemeinde sein: Erst nach der Beschneidung darf die Frau an kulturellen Traditionen, wie Hochzeiten teilnehmen. Wer nicht beschnitten ist wird ausgeschlossen. Viele Mädchen freuen sich so sehr auf diesen “Status”, dass sie dafür die Qualen der Beschneidung in Kauf nehmen.

Symbol der “Reinheit”: erst wenn die Frau verheiratet wird, darf der Ehemann in sie eindringen und alles Verstümmelte aufstoßen, ein sehr traumatisches, gefährliches und schmerzhaftes Ereignis. Die Verstümmelung garantiert dem Ehemann sozusagen die jungfräulichkeit und “Reinheit”.

Heirat möglich: die meisten Männer nehmen nur “reine” Frauen und zur Hochzeit freigegebene Mädchen an, zudem zahlen sie dann einen höheren Brautpreis.

Brautpreis: Der Brautpreis für die Eltern des Mädchens ist höher, wenn sie  beschnitten ist. Besonders die armen Familien sind auf diesen angewiesen und verheiraten ihre Töchter dann auch in einem jungen Alter.

Große Feier, viele Geschenke: ein Reiz für Mädchen aus armen Verhältnissen ist natürlich das Geld, die vielen Geschenke und die Anerkennung die sie bei solch einer Zeremonie erhalten. Es ist eine große Feier für die Mädchen die schon am Vorabend vor der Beschneidung beginnt. Die Frauen singen und tanzen die ganze Nacht. Sie werden besonders gekleidet nachdem sie beschnitten wurden, sie tragen das mit ihrem Blut getränkte Tuch um die Beine und laufen mit einem Regenschirm und einer feiernden Menschenmasse durch das Dorf.